Kugelgrill

Das ist beim Kauf eines Kugelgrills zu beachten

Der Kugelgrill ist eine der beliebtesten Varianten des Grills. Er ist in unterschiedlichen Formen und Versionen erhältlich. So hat man beim Kauf die Wahl zwischen einem Holzkohlegrill, Elektrogrill und einem Gasgrill. Aber auch die Größe variiert. Für große Fleischstücke oder saftige Braten sind größere Modelle besser geeignet. Ein kleinerer Kugelgrill hingegen lässt sich leichter verstauen oder auch mal in den Park mitnehmen. Einige Features erleichtern die Handhabe des Kugelgrills und bereichern das Grillvergnügen. Besonders wichtig ist die Arbeitsleistung. Je höher diese ist, desto schneller die Hitzeentwicklung und umso schneller ist das Grillgut zubereitet.

Kugelgrill

Ein Kugelgrill aus Emaille oder Edelstahl?

Emaille ist empfindlicher als Edelstahl, darum sollte man beim Kauf gut überlegen, aus welchem Material der Kugelgrill bestehen soll. Emaille kann bei starker Hitzeentwicklung abplatzen. Ebenso nimmt die Beschichtung leichter Schaden, wenn der Grill ganzjährig draußen gelagert wird. Edelstahl ist resistenter und verzeiht auch Wetterkapriolen. Außerdem ist der Reinigungsaufwand geringer. Qualitativ liegen beide Materialien gleichauf. Es macht beim Grillergebnis keinen Unterschied, ob der Kugelgrill aus Emaille oder Edelstahl besteht.

Andere Faktoren spielen beim Kugelgrill eine deutlich größere Rolle.

Kugelgrill: Was wichtig ist

  1. Der Kugelgrill sollte mit einem Zwischenboden ausgestattet sein. Dieser verhindert, dass Fett und Säfte aus dem Grillgut in die Kohle tropfen.
  2. Im Idealfall verfügt der Grill über Rollen an mindestens zwei seiner Standbeine. So lässt sich das Gerät leichter bewegen.
  3. Beim Kauf muss in jedem Fall auf das Lüftungssystem geschaut werden. Die Belüftung beim Kugelgrill ist vor allem beim indirekten Grillen wichtig.
  4. Praktisch ist es außerdem, wenn der Kugelgrill über einen aufklappbaren Grillrost verfügt. Das erleichtert das Nachfüllen von Holzkohle.
  5. Ein sinnvolles Feature ist, wenn der Deckel feststellbar ist. So kann er als Windschutz dienen und muss nicht auf den Boden gelegt werden.

Kugelgrill: Die Vorteile

Ein Kugelgrill ist sowohl für direktes als auch für indirektes Grillen geeignet. Sogar zum Smoken kann er verwendet werden. Man kann die Räucherchips dafür direkt zur Holzkohle geben oder aber die Auffangwanne „zweckentfremden“ und die Chips darin entzünden. Der Kugelgrill ist also ein besonders flexibles Grillmodell.

Ein einsetzbares Auffangblech verhindert, dass Flüssigkeit oder Fett in die Glut bzw. die Flammen tropft. So vermeidet man einerseits, dass sich die Kohle entzündet, denn das hat Temperaturschwankungen und ggf. Verbrennungen des Grillguts zur Folge. Andererseits entwickelt sich dadurch kein gesundheitsschädlicher Rauch.

Die Form des Kugelgrills hat Auswirkungen auf die Hitze. Diese kann sich aufgrund der geschlossenen Form des Kugelgrills schneller entwickeln und verteilt sich besser im runden Grillkörper. Außerdem lässt sich die Temperatur langanhaltend konstant halten. Das vereinfacht und beschleunigt das Grillvergnügen gleichermaßen.

So funktioniert der Kugelgrill

Es ist die Form, die dem Kugelgrill seinen Namen gibt. Aber mehr noch ist es seine Form, die das Grillen so einzigartig macht. Die Grillkugel ist zweigeteilt. Der Deckel, in dem sich Lüftungsöffnungen befinden, ist abnehm- oder aufklappbar. In der unteren Kugelhälfte befinden sich ein Grillrost und ein Kohlerost. Alternativ Elektrothermostaten oder Gasbrenner.

Auch im Unterteil finden sich Lüftungsöffnungen. Die hier einströmende Luft sichert das gleichmäßige Glimmen der Kohle. Der Rauch entweicht durch die Luftlöcher im Deckel. Wie viel Rauch entweicht, lässt sich durch die Einstellung der Belüftungsschlitze anpassen. So ist indirektes Grillen oder Smoken im Kugelgrill möglich.

Je nach Modell befindet sich zwischen Grill- und Kohlerost ein Auffangblech. Meist zumindest alternativ eine Einsetzmöglichkeit dafür. Dieses wannenförmige Zubehör kann von unterschiedlichem Nutzen sein. Entweder zum Auffangen von Fett und Garflüssigkeit oder für Bier oder Wasser. Der Einsatz von Bier oder Wasser macht das Grillgut noch saftiger und zarter.

Anders als bei herkömmlichen Grills dient der Deckel bei Kugelgrills als Hitzeverstärker. Die Hitze wird bei geschlossenem Grill von der flachen Kuppelform des Deckels reflektiert. Die Kugelform erlaubt ein Garen ähnlich der Umluftfunktion beim Backofen. So gelingen auch große Fleischstücke perfekt. Bei geöffnetem Deckel funktioniert der Kugelgrill genauso wie ein Flachgrill.

Kugelgrill: Das Grillen

Wir geben Ihnen hier ein paar Tipps wie Sie mit dem Kugelgrill richtig grillen.

Grillen mit dem Kugelgrill

Zunächst einmal sollten Sie Holzbriketts verwenden, da diese exakt dosiert werden können. Im nächsten Schritt sollten Sie Paraffin-Würfel zum Anzünden verwenden, da diese zu einer geringeren Rauchbelästigung führen. Bevor Sie nun den Grill anzünden öffnen Sie alle Lüftungsschlitze, damit die Glut nicht erstickt. Später können diese zur Regulierung der Temperatur genutzt werden.

Je mehr der untere Schieber geöffnet ist, desto größer wird die Hitze. Heben Sie den Deckel nicht zu oft an, da Hitze verloren geht. Ein kleiner Tipp: Nehmen Sie den Deckel seitlich ab, da durch den entstehenden Sog das Fleisch eingeäschert werden kann. Zum Ersticken des Kugelgrills werden die Lüftungsschlitze am Ende wieder geschlossen.

Kugelgrill: Die Reinigung

Ein Kugelgrill wird genauso gereinigt wie ein Gas- oder Holzkohlegrill. Besitzen Sie einen Gaskugelgrill können Sie direkt nach dem Grillen beseitigen. Stellen Sie die Brenner auf die höchste Stufe und schließen Sie den Deckel. Sollten sich die Grillreste nicht beseitigen lassen, können Sie den Rost mit Wasser und Spülmittel reinigen. Abzuraten ist von spitzen Gegenständen. Verwenden Sie hierbei eine Messingbürste oder knüllen Sie Alufolie zu einem Ball (Alternative).

Diese Reinigung können Sie auch bei einem Holzkohle betriebenen Kugelgrill verwenden. Verwenden Sie aber auf keinen Fall chemische Reinigungsmittel, da diese die Oberfläche des Grills angreifen können.

Der Kugelgrill: Smart, gewagt, beliebt

Es ist wohl seiner Flexibilität zu verdanken, dass der Kugelgrill so beliebt ist. Das Grillen und Garen geht leicht von der Hand. Die Möglichkeiten sind vielfältig. In Amerika haben Kugelgrills seit den 1950er Jahren Tradition. Dort wurde er übrigens auch erfunden.

Entstanden ist diese Art von Grill aus einem Experiment mit zwei Bojenböden. Der Metallarbeiter George Stephen kam auf die Idee. In der Fabrik, in der er arbeitete, wurden Metallbojen produziert. Er nahm sich diese zum Vorbild für seinen ersten Kugelgrill. Dabei war nicht nur die Form des neumodischen Grills einzigartig. Er war außerdem mobil. Ein transportabler Grill? Das hatte es bis dahin in Nordamerika nicht gegeben! Und so ist es verständlich, dass die Erfindung des Chicagoer Metallarbeiters Stephen zum Erfolgsmodell wurde. Später stieg Stephen in den Metallverarbeitungsbetrieb mit ein. Dort gründete er die „Grillabteilung“. Keine zehn Jahre später konnte er die ursprünglichen Firmeneigner Weber ausbezahlen. So erfolgreich war seine spontane Erfindung.

Längst erfreut sich der Kugelgrill auch in Deutschland steigender Beliebtheit. Die Gründe dafür sind klar. Es lässt sich einfach alles punktgenau zubereiten. Dafür sorgt die Flexibilität des Kugelgrills als Garkammer, Smoker und direkter Grill.